Nicht jedermanns Sache...
Es gibt Menschen, für die eine Hochzeit von einer überaus großen Bedeutung ist, für andere wiederum käme eine Heirat zu keinem Zeitpunkt in Frage. Betrachtet man einmal die allgemein herrschende Meinung zum Thema „Heiraten“, so zeigt sich in aller Deutlichkeit, dass die Zahl der Hochzeiten vor ca. hundert Jahren noch weitaus höher war, als dies heutzutage der Fall ist. Früher fand eine Heirat nicht ausschließlich aus Liebe statt – jedoch trifft diese Aussage sicherlich auch noch in der heutigen Zeit zu – denn die finanzielle Absicherung der Frau bzw. ihrer Familie stand diesbezüglich oftmals im Vordergrund. So waren seinerzeit vor allem die Eltern beruhigt, dass ihre Tochter nunmehr eine sichere Zukunft erwarten konnte. Inwieweit sich diese Hoffnung allerdings immer auch bewahrheitete, wird in vielen Geschichtsbüchern offenkundig beschrieben, denn häufig sah die Situation für die beiden Vermählten nach einer Heirat nicht mehr so rosig aus, wie es sich die Familie erhofft hatte. Streitigkeiten, Missverständnisse etc. waren häufig an der Tagesordnung. Zu damaligen Zeiten kam eine Scheidung jedoch nur sehr selten in Frage – denn in den Augen der Kirche galt ein derartig gravierendes Ereignis schlichtweg als Sünde. Ähnliche Probleme könnten auch noch heute auf diejenigen zukommen, die eine Heirat allein aus reiner Zweckmäßigkeit planen. Aber hier ist es zumeist weniger die Kirche, die sich als „unüberwindbare Hürde“ erweist, sondern vielmehr die Familien des Paares selbst. Für Menschen aber, die sich von vornherein gegen eine Hochzeit entschieden haben und stattdessen lieber ihre Partnerschaft(en) ohne das kirchliche bzw. gesetzliche Siegel führen möchten, stellt sich die Situation im Fall einer Trennung freilich weitaus einfacher dar.