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Die Folgen des Rauchens

Die Schlagadern eines Mannes, der 30 Jahre lang täglich 20 Zigaretten geraucht hat sind, wenn er 50 ist, so starr und brüchig wie die eines 75jährigen Nichtrauchers. Schon wenn man 5 Zigaretten gleichzeitig Rauchen würde, könnten schwere Vergiftungen auftreten. Im Durchschnitt sind Raucher 30 -40% häufiger krank als Nichtraucher. In einem Jahr fehlen sie 11 Arbeitstage mehr als Nichtraucher. Insgesamt wurde bei 25 Todesursachen ein Zusammenhang mit dem Rauchen nachgewiesen. Der Konsum von Zigaretten wirkt sich aber auf weitaus mehr Arten auf den menschlichen Körper aus. Hier sind nur einige davon:

  • Krebs kann durch das Rauchen an mindestens 21 verschiedenen Stellen am Körper gehäuft auftreten, auch wenn die Wahrscheinlichkeiten für manche Krebsarten nur knapp über dem Mittel liegen: Die Lunge, die Mundhöhle, das Zahnfleisch, die Lippen, die Zunge, der Rachen, der Kehlkopf, die Speiseröhre, die Luftröhre, die Brust, der Magen, die Bauchspeicheldrüse, die Nieren, die Blase, die Harnröhre, der Zwölffingerdarm, der Dünndarm, der Dickdarm, der Enddarm, das Blut und sogar der Gebärmutterhals können betroffen sein. Im Prinzip sind alle Organe, mit denen Stoffe der Zigarette in Berührung kommen krebsgefährdet. Die Chance, Lungenkrebs 5 Jahre zu überleben liegt bei 10%. Etwa 90 - 95% der an Lungenkrebs erkrankten Erwachsenen sind Raucher. 25 - 40% aller Menschen, die an Krebs gestorben sind, sind durch das Rauchen gestorben.
  • Herz- und Kreislaufkrankheiten sind die häufigste Todesursache bei Rauchern. In diese Gruppe gehören zum Beispiel Angina pectoris, Herzinfarkt, Herztod und Herzschwäche. Rauchen ruft vor allem eine akute Verengung der Blutgefäße, ein Ansteigen des Blutdrucks und eine Erhöhung der Herztätigkeit hervor. Langfristig schädigt es das Gefäßsystem und fördert die Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), die häufig Gefäßverschlüsse zur Folge hat. Hauptsächlich betroffen sind die Arterien des Herzens, des Gehirns und der Gliedmassen. Wird das Rauchen mit anderen gesundheitsgefährdenden Lebensgewohnheiten kombiniert (Alkohol, Übergewicht, hoher Blutdruck, Stress,...), können sich die Risikofaktoren gegenseitig verstärken. Bei Frauen steigt das Infarktrisiko durch Einnahme der Pille nochmals stark an. Bei Rauchern liegt das Durchschnittsalter des Erstinfarktes durchschnittlich 10 Jahre vor dem des Nichtrauchers. Herzinfarkte vor dem 40. Lebensjahr betreffen fast ausschließlich Raucher.
  • Raucherbein nennt man Gefäßverengungen- und verschlüsse der Beinarterien, die zu heftigen Schmerzen beim gehen führen. Die Erkrankung tritt nach dem 40. Lebensjahr wesentlich häufiger auf. Im Ruhezustand reicht die Durchblutung meist noch aus. Beim Gehen ist der Sauerstoffbedarf jedoch erhöht, und ein plötzlich auftretender Schmerz zwingt den Kranken zum Stehenbleiben. Wer dieses Alarmzeichen nicht Ernst nimmt und beim ersten Auftreten von Schmerzen unterhalb der Kniekehlen nicht sofort das Rauchen einstellt, muss mit größeren Beschwerden und ernsthaften Gesundheitsgefahren rechnen. Bei 11% der Fälle von der auch "Schaufensterkrankheit" genannten Krankheit ist die Konsequenz eine Amputation eines oder beider Beine. Jährlich werden in Deutschland 10.000 Beinamputationen durchgeführt. 99% davon sind Raucherbeine.
  • Chronische Bronchitis ist eine Erkrankung der Atemwege mit Husten und Auswurf. Sie wird durch den Teer im Tabak hervorgerufen. Er verklebt die Flimmerhärchen der Atemwege, die den Staub, der in die Lunge kommt nicht mehr rausbefördern können. So kommt es zum "Raucherhusten", der chronischen Bronchitis. Sie verschwindet meist, wenn mit dem Rauchen aufgehört wird.
  • Osteoporose (Knochenschwund) ist die Auflockerung des Knochens durch Schwund der festen Knochenmasse. Im Alterungsprozess ist dieser Vorgang normal. Er wird durch das Rauchen beschleunigt.
  • Emphysem (Lungenblähung) kommt oft zur chronischen Bronchitis hinzu. Bei dieser Krankheit wird im Spätstadium jeder Atemzug zur Qual, weil beim Ausatmen, was nur unter Anstrengung möglich ist, nicht die gesamte verbrauchte Luft die in der Lunge ist ausgestoßen wird. Die Lungenbläschen werden niemals ganz geleert, vergrößern sich und können dadurch sogar platzen. Im weiteren Verlauf der Krankheit wird das engmaschige Netz des Lungengewebes immer gröber, und die Zahl der funktionsfähigen Lungenbläschen nimmt ab. Dabei verringert sich die Lungenoberfläche und die Möglichkeit, Sauerstoff aufzunehmen. Patienten mit diesem Leiden müssen schneller atmen und können in schweren Fällen nur mit Sauerstoff aus Atemgeräten überleben.
  • Prostatakrebs als Folge vom Rauchen konnte noch nicht bestätigt werden. Jedoch hat eine umfangreiche amerikanische Studie mit 450.000 Männern ergeben, dass die Todesrate von rauchenden Prostatapatienten um 34% höher ist als die der nichtrauchenden Patienten. Dies betrifft zum größten Teil Patienten unter 60 Jahren, deren Todeshäufigkeit um 83% höher war als die der Nichtraucher. Bei Patienten über 80 Jahren steigerten die Zigaretten die Todeshäufigkeit nur um 11%
  • Schlechte Zähne sind eine weitere Folge vom Rauchen. Sie werden allerdings nicht nur gelblich sondern auch das Zahnfleisch leidet unter dem Rauch, ebenso der Zahnhalteapparat. An den gelben Belägen kann sich leicht Karies und Paradontose bilden.
  • Es gibt eine allgemein erhöhte Krankheitshäufigkeit.
  • Die Haut wird schlechter durchblutet. Sie altert rascher.
  • Der Alterungsprozess wird beschleunigt.
  • Bei chirurgischen Eingriffen gibt es mehr Komplikationen.
  • Frauen kommen früher in die Wechseljahre.
  • Bei Frauen kann Rauchen die Libido beeinträchtigen.
  • Rauchende Frauen haben einen höheren Cholesterolspiegel und mehr "schlechtes" Fett (LDL = low-density lipoprotein).
  • hoher Blutdruck
  • Magenschleimhautentzündungen.
  • Zahnfleischerkrankungen
  • Nierenversagen
  • Die Leber wird geschädigt
  • Verengungen der hirnversorgenden Gefäße führt zu Schwindel oder Halbseitenlähmungen
  • Raucher haben ein bis zu 3mal größeres Sehschaden-Risiko wie Nichtraucher.
  • Makula-Degeneration (Schädigung des Sehzentrums der Netzhaut, die bis zur völligen Erblindung führen kann)
  • Das Nikotin in den Zigaretten kann zur Alzheimer-Krankheit führen.
  • Unter den impotenten Männern befinden sich doppelt so viele Raucher wie Nichtraucher.
  • Asthma
  • Rauchende Mütter neigen eher zu Früh- und Fehlgeburten als nicht-rauchende Mütter.
  • Rauchen in geschlossenen Räumen (insbesondere Auto), erhöht die Konzentration von Kohlenmonoxyd im Blut. Zwangsläufige Folge: Die Konzentration lässt nach.
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Passivrauchen

Nicht zu unterschätzen sind die Gefahren des Passivrauchens. Beim Verbrennen von einer Zigarette entstehen etwa 2 Liter Rauch, die der Raucher selbst nicht einatmet. Die Konzentration der krebserzeugenden Substanzen in diesem "Nebenstromrauch" (sichtbarer, von der Zigarette wegfliegender Rauch) ist manchmal bis zu 130 mal größer als die Konzentration im sogenannten "Hauptstromrauch" (nur vom Raucher geatmeter Rauch). Beim längeren Aufenthalt in einem stark verqualmten Raum, zum Beispiel in einer Kneipe, nehmen auch Nichtraucher so viele Gifte auf, als wenn sie 5 Zigaretten pro Stunde rauchen würden. Besonders häufig werden bei Passivrauchern Augenbindehautreizungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, verminderte Konzentrationsfähigkeit etc. festgestellt. Aber im Prinzip können alle oben stehenden Krankheiten auch Passivraucher gehäuft erleiden.