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FAQ - Fragen per Mail

Stimmt es das Schnupftabak nicht so gefährlich ist wie das Rauchen normaler Zigaretten an sich?
Ob Schnupftabak nicht ganz so gefährlich ist, kommt ganz drauf an, wie man das sieht. Man kann sagen, dass man weniger (in der Anzahl der verschiedenen Stoffe) Gifte zu sich nimmt, da Gifte, die bei der Verbrennung entstehen logischerweise beim Schnupfen nicht entstehen. Andererseits nimmt man immer noch die Gifte zu sich, die so schon vorhanden sind und bei einigen Stoffen ist die Menge sogar wesentlich höher. Dabei werden die kleinen Flimmerhärchen mindestens genauso stark beschädigt. Die Folge ist eine Schädigung des Immunsystems, schwereres Atmen, weniger Sauerstoff, geringere Leistungsfähigkeiten. Weiter geht es mit Durchblutungsstörungen und die damit verbundenen Folgen, also wie ähnlich wie bei Zigaretten. Wenn es darum geht, was "gesünder" ist, kann man deutlich sagen, beides nicht. Gesund fühlen tut man sich wirklich nur, wenn man beides unterlässt.

Hemmt Rauchen das Wachstum bei Kindern?
Rauchen hemmt nur indirekt das Wachstum und dabei kommt es auch an, wie viel geraucht wird und zwar auch passiv. Bei wenigen Zigaretten wohl weniger als bei mehreren. Die Zigaretten geben ja Giftstoffe an den Körper, die verschiedene Prozesse stören können. Dabei gerät unter anderem verschiedene Hormone aus dem Gleichgewicht. Und genau da ist der Punkt, warum Rauchen das Wachstum hemmen (kann). Wie groß die Hemmung aber wiederum ist, kommt wieder auf anderen Faktoren an. Wenn man sonst ganz gesund lebt, ist die Hemmung geringer, sonst größer. Mit anderen Worten die Hemmung kommt von verschiedenen Faktoren, wobei Rauchen eine wesentliche Rolle spielt.

Was ist Arteriosklerose und wie wirkt sie sich aus?
Arteriosklerose, was auch als Arterienverkalkung bezeichnet wird, ist eine Verschleißerscheinung des Alterns, sie sich erst nach dem 40. Lebensjahr bemerkbar macht. Sie betrifft Männern eher als Frauen, da Frauen wegen Östrogen einen kleinen Schutz tragen. Verschiedene Faktoren können die Arteriosklerose begünstigen und beschleunigen, worunter eben auch Rauchen zählt. Charakteristische Merkmale sind Elastizitätsverlust, Verdickung und Verhärtung der Arterienwände. Wenn die Arterienwände starr werden, kommt weniger Blut und somit Sauerstoff zu den Organen. Die Folge kann eine Absterbung einiger Zellen sein, was bis zu größeren Organschäden führen kann. Arteriosklerose ist überall im Körper möglich und kann zum Beispiel Ursache eines Raucherbeines sein oder eines Schlaganfalls.

Was passiert bei einem Herzinfarkt?
Das Herz wird durch Herzkranzgefäße mit Blut versorgt. Wenn der Sauerstoffbedarf der Herzmuskulatur größer ist als das Sauerstoffangebot ist. Gründe für den Mangel können zum Beispiel Verengung oder Verkalkung der Gefäße sein, wobei eventuell zusätzlich eine Thrombose den Fluss komplett blockiert. Es kommt zu Schmerzen, die häufig hinter dem Brustbein zu spüren sind und in Schulter, Arm, Hals oder Unterkiefer ausstrahlen. Das kann bis zu einigen Minuten andauern. Bei längerem Mangel in einem Herzmuskelbereich stirbt Gewebe ab und es kommt zum Herzinfarkt. Ferner hat man über Atemnot zu klagen, die Haut verblasst, es bildet sich Kaltschweiß und der Puls beginnt bei niedrigem Blutdruck zu rasen. Beim Auftreten muss sofort der Arzt gerufen werden.

Was passiert bei einem Schlaganfall?
Der Schlaganfall ist die Folge eines Sauerstoffmangels des Gehirns. Die Ursache liegt bei einer Durchblutungsstörung durch Arterienverkalkung, Thrombose oder Embolie oder eines Aufplatzen eines Blutgefäßes bei Bluthochdruck oder Arterienverkalkung. Plötzliche Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen, Seh-, Geh-, Sprach-, Schluckstörungen sind Anzeichen eines Schlaganfalls, die sehr bald zu Bewusstseinsstörung, Halbseitenlähmungen, Sprachstörung und epileptischen Anfälle führen kann. Es sollte daher sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Warum ist Rauchen so gefährlich?
Einfach mal die gesamte Rubrik durchlesen. Dort werdet Ihr ausführlich erfahren, dass ...

  • Nikotin ein Pflanzengift ist, das mit anderen Risikofaktoren, zu Herz- und Gefäßerkrankungen und deren Folgeerscheinungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen führen kann. Auch Magen-Darmerkrankungen sind nicht selten.
  • giftige Gase und Dämpfe wie Formaldehyd, Ammoniak Raucherhusten auslösen.
  • eine Kohlenmonoxidvergiftung den Sauerstoffgehalt im Blut stark reduziert. Eine Folge kann eine Minderung der Leistung sein.
  • sich in Zigarettenrauch freie Radikale befinden, die sehr reaktionsfreudig sind und sich mit körpereigenen Fetten, Eiweißen, Erbgut, ... gerne verbinden. Zum Beispiel reagieren diese mit Cholesterin und lagern sich an den Arterienwänden ab, was zur Arteriosklerose führt. Durch die Erbgut-Schädigung können Tumore und Krebse entstehen.
  • die vielen krebserregenden Stoffe im Zigarettenrauch verschiedene Krebse, wie Mund-, Kehlkopf- und Lungenkrebs auslösen.
  • Rauchen in der Schwangerschaft die Wahrscheinlichkeit zu Missbildungen und Frühgeburten erhöht.
  • Rauchen zu Genschäden in den Spermien sowie Potenzschwierigkeiten führen.

Wie lebe ich gesund?
Gesund bedeutet sich vollkommen wohl zufühlen, also keine Schwierigkeiten zu haben und alles Menschenmögliche zu schaffen. Dabei solle man sich über mögliche Erbkrankheiten bei Verwandten informieren und sein Lebensstil entsprechend vorbeugend anpassen. Ferner sollte man bestimmte Regeln beachten, um seine Gesundheit nicht unnötig zu strapazieren:

  • Richtige Ernährung:
    abwechslungsreiche, ausgewogene, vollwertige Ernährung aus viel frischen Obst, Gemüse und frische Salate, Kartoffeln und Vollkornprodukte wie Vollkornbrot und -nudeln und Naturreis. Lieber Fisch und mageres Fleisch als fettige Fastfood Produkte, pflanzliche Öle statt tierische Fette und wenig Süßspeisen. Mineralwasser, Früchte- und Kräutertee sollte den Hauptteil der 2 Liter Flüssigkeit was man am Tag zu sich nimmt sein. Ein Glas Milch sollte nicht fehlen. Genussmittel wie Kaffee und Alkohol sollten nur in kleinen Mengen genossen werden.
  • Genügend Bewegung und ausreichend frische Luft:
    Viel Bewegung an der frischen Luft ist für die Verdauung, den Kreislauf, Knochen, Muskeln und Gelenke sehr wichtig. Vielleicht mal lieber die Treppen steigen, statt Aufzugfahren und mal zu Fuß oder Fahrrad statt immer Autofahren.
  • Stress vermeiden und gute Beziehung zu Freunden und Kollegen:
    Entspannungs- und Konzentrationsübungen wie autogenes Training oder Yoga helfen die Arbeit auch ohne Leistungsdruck oder Hetze zu bewältigen. Ein Spaziergang kann mit dem vorherigen Punkt wunderbar kombiniert werden. Soziale Kontakte steigern die Lebensqualität und helfen psychosozialen Stress abzubauen. Wenn man ein gutes Verhältnis zu Vorgesetzten hat, erledigt man seine Arbeit besser, bekommt mehr Lob und dadurch wieder mehr Wohlbefinden. Zum Beispiel kann man das mit einem Sportverein wunderbar mit dem vorherigen Punkt kombinieren.
  • Genussmittel nur in kleinen Mengen:
    Genussmittel in kleinen Mengen können die Lebensqualität erhöhen und haben teilweise eine gesundheitsfördernde Wirkungen. So kann eine Tasse Kaffee durchaus den Kreislauf in Schwung bringen, mehrere Tassen aber zu Bluthochdruck führen. Kleine Mengen Alkohol können schlaffördernd, harntreibend (Bier) oder gegen Arteriosklerose (Wein) wirken. Zu viel wiederum schädigen Organe. Tabakgenuss sollte auf jeden Fall gemieden werden, weil Tabak keinerlei gesundheitsfördernde Wirkung hat.